Gelenkmobilisation

Funktionsstörungen eines Gelenks können die Funktion des gesammten Bewegungssegments beeinträchtigen. Durch längere Ruhephasen eines Gelenks, z.B. durch einen Verband nach einer Verletzung, kommt es schon nach kurzer Zeit zu Knorpelathrophien. In Folge dessen entstehen Veränderungen im umliegenden Gewebe (Sehnen, Bänder, Kapselgewebe).

Im Gelenk befinden sich sogenannte Propriozeptoren, welche unter anderem für das Gleichgewicht verantwortlich sind. Während den Gewebsänderungen kann das propriozeptive Feedback gestört werden, sodass es zu einer Beeinträchtigung des Gleichgewichts kommen kann.

Bei der Gelenkmobilisation wird direkt mechanisch auf das Gelenk eingewirkt. Über Druck, Dehnung, Zug, Kompression und minimale Bewegungen im Bereich der Sehnen, des Kapselbandaparates und des Bindegewebes, arbeitet der Therapeut während der Mobilisation am Gelenk.

So können Adhäsionen zwischen den Gewebeschichten gelöst, Zirkulationsstörungen behoben und der Muskeltonus im Bereich des Gelenks gesenkt werden.

Es kommt zu Anregungen der biologischen Aktivität und somit zu verbesserter Nährstoffversorgung des Knorpels.

Indikationen für die Gelenkmobilisation:

- Gelenkdiagnostik

- Erhaltung und verbesserrung der Gelenkbeweglichkeit

- Schmerztherapie am Gelenk

- Adhäsionen in der Gelenkumgebung

- Gelenkblockaden

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